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Ich, Rupert Murdoch – seine neue Paywall grenzt ab

Er hat es also wahr gemacht, der liebe Herr Murdoch, der Medienmogul, der Freund aller Journalisten .

Wer in Zukunft die Times oder die Sunday Times online lesen möchte, der darf bezahlen. Paywall nennt sich das ganze. Ganz schön gewagt, wo doch die eigentliche Währung des Internets die ‚eindeutigen Besucher‘ sind und dazu gehörig, die leidige Werbung.

Wie sieht es denn aus momentan? Junge Webauftritte und weniger erfolgreiche Webauftritte, bezogen auf Besucher, müssen sich mit Google-Adsense-Werbung begnügen und jeden Monat hoffen, dass die Serverkosten wenigstens davon bezahlt werden können.
Die Websites mit viel Traffic können hingegen Werbeplätze vermieten und sich so ein fixes monatliches Einkommen sichern.

Das hat bis jetzt wunderbar alles funktioniert, zumindest für die großen Webmagneten. Kaum wollte einer doch tatsächlich seine Arbeit bezahlt haben ging der Webauftritt ganz schnell den Bach runter. Wer gewohnt ist, für Informationen nicht zu bezahlen, der wird dies auch in Zukunft nicht einsehen.

Aber egal, es gibt gute Argumente für beide Seiten. Sollte es Rupert Murdoch aber tatsächlich gelingen Erfolg zu haben, so werden bestimmt viele andere Unternehmen gleich ziehen. Die sind bestimmt alle schon in den Startlöchern und warten auf Meldungen.

Es scheint aber zumindest so, dass sein Konzept aufgehen könnte. Die Informationen sind ja sehr spärlich. Einer Studie des Marktforschers Nielsen zufolge, ist einer von fünf Times-Besuchern, nur die aus Großbritannien wurden gezählt, einer, der durch die Paywall durchkommt, also bezahlt hat.

Wenn mal noch dazu bedenkt, dass bezahlende Nutzer, auch oftmals diejenigen sind, die sich mehr und häufiger engagieren, so könnte sich das ganze Projekt für Rupert Murdoch doch womöglich lohnen. Aber welchen Zahlen kann man trauen?

Es bleibt spannend.

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