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Tutorial Zeichnen von Der Rote Smolli-Blitz Teil 1

Wer schauen möchte, wie ich den roten Smolli-Blitz aus dem letzten Beitrag gezeichnet habe, der möge dieser kurzen Schritt für Schritt Anleitung folgen.

Weil das Tutorial doch recht lange wurde, habe ich es zweigeteilt.

Teil 1 behandelt alle Schritte von der Idee bis zu der fertigen Tuschezeichnung. Teil 2 geht von dem Einscannen der Zeichnung bis zum finalen Bild.

Das Resultat aller Bemühungen wird dann so aussehen:

Der Rote Smolli-Blitz Finalbild

Teil 1

Gebraucht habe ich folgende Software und Materialien:

  • Gimp 2.7 +  2 Plugins zum automatischen Füllen (auch für Photoshop vorhanden)
  • Bleistift HB für Vorskizze
  • ganz normaler Scanner
  • ganz normaler s/w Drucker
  • China-Tinte
  • ganz normale Zeichenfeder, die ich noch hatte
  • Skizzenpapier
  • Transparentpapier 75 g/m2

Wie ihr also seht, alles keine wahnsinnig ungewöhnlichen Materialien 😉

Schritt 1, die erste Ideenskizze:

Das Thema von dem Artikel war etwas über die verschiedenen Caching Plugins für WordPress zu schreiben. W3Filter hatte bis dato nichts dergleichen installiert und war entsprechend langsam im Seitenaufbau. In der ersten Generation war W3Filter, noch unter Drupal statt WordPress, ja eine 100% noGrafic Webseite mit einem ganz anderen Konzept. Wer sich die ältesten Artikel anschaut, der wird sehen was ich meine 😉

Jetzt aber sind es viele, viele selbst erzeugte Bildchen, die entsprechend alles deutlich verlangsamen. Die reichlich installierten Plugins tun ihr übriges zu Verlangsamung.

Ein Cache-Plugin musste her und dazu natürlich ein passendes Artikelbild.

Als Comic-Fan der ersten Stunde, kam mir da direkt die DC Superhelden-Figur Roter Blitz aka Flash im Sinn. Aber wenn schon, dann als Smolli :)

So sah meine erste Skizze aus, ganz einfach mit Bleistift in meinem Skizzenbuch gezeichnet:

Der Rote Smolli-Blitz Entwurfs-Skizze

Schritt 2, Skizze in Gimp neu gezeichnet:

Natürlich hätte ich diese Skizze auch einscannen können und darüber zeichnen können, aber ich wollte was anderes versuchen. Es gibt ja viele Möglichkeiten. So habe ich meine Skizze direkt aus dem Skizzenbuch heraus mit Gimp abgezeichnet.

Indem ich die einzelnen Teile, also Gliedmaßen etc. auf jeweils unterschiedliche Ebenen verteilte, konnte ich so die Proportionen und die Positionen der Elemente besser anpassen.

Da ich im ersten Schritt gar nicht zu detailliert arbeiten wollte,  habe ich keine allzu große Auflösung gewählt, sondern habe die Auflösung so gewählt, dass ich locker bei 50% Zoomstufe alles auf dem Schirm hatte und bei 100% noch ein bisschen genauer und bequemer arbeiten konnte. Die Skizze habe ich aber nicht blattfüllend gezeichnet, sondern mittig mit viel Platz drumherum.

Als Stiftfarbe habe ich ein helleres blau gewählt, das ist so ein Relikt aus der Zeit, wo man blau vorzeichnete, damit diese Linien beim kopieren nicht sichtbar waren. Braucht man nicht unbedingt, ich finde diese Farbgebung für Skizzen aber hilfreich.

Der Rote Smolli-Blitz Computer-Skizze

Schritt 3, Vorbereitung der Skizze für den Ausdruck:

Diese Skizze hat ja nur den Sinn, um später mit Zeichenfeder und Tusche das Original zu zeichnen, inklusive dem besonderen Krickel-Look 😉

Um den Kontrast und die Wirkung der Linien für den Ausdruck zu erhöhen, habe ich die vielen Hilfsebenen vorher zusammengefasst und mehrfach dupliziert. Als Ebenenmodus wurde Multiplizieren eingestellt.

Der Rote Smolli-Blitz Vorlage

Ich habe diese Zeichnung auf meinem s/w Laserdrucker so ausgedruckt, dass sie ‚gemütlich‘ auf einem A4-Blatt passte.

Schritt 4, Nachzeichnen der Skizze mit der Zeichenfeder:

Obwohl ich so etwas wie einen Leuchtisch habe, wollte ich diesmal einen anderen Weg gehen.

(Mein Leuchttisch besteht aus einer Halogenlampe bestückt mit einer Energiesparleuchte, wodurch kaum Hitze entsteht. Das ganze unter einem kleinen Glastisch von IKEA und fertig ist der Leuttisch ;))

So habe ich einfach ein Transparentpapier (festeres Butterbrotpapier ;)) über den Ausdruck gelegt und die Konturen abgezeichnet.

Ganz wichtig ist dabei, nur die Outlines, also die Konturen zu zeichnen. Bei den dünnen Ärmchen habe ich aber eine Ausnahme gemacht, wie auch bei der Brillenfassung. Muss man nicht so machen.

Bei Tusche ist auch wichtig, darauf zu achten, nichts zu verschmieren. Also von oben nach unten zu arbeiten, oder von links nach rechts. Wenn man doch mal wechseln muss, weil man mit einer Zeichenfeder nicht gegen den Strich ziehen sollte, so ist auf ausreichende Trockenzeit zu achten. Es gibt aber auch Löschpapierrollen für die ganz eiligen. Besser ist abwarten.

Einmal habe ich doch aus versehen geschmiert, Dussel ich. In diese Fall können ganz geübte mit einer Rasierklinge die Fehler korrigieren (bitte erst etwas üben), oder hinterher mit Gimp oder Photoshop hinterher löschen. So hab ich es gemacht, da ich wusste, dass ich noch mehr würde korrigieren müssen.

Der Rote Smolli-Blitz tuschezeichnung

Zu Teil 2 des Roten Smolli-Blitz Tutorials

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