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WordPress und Statify – endlich ein legales Plugin für Statistik

Heute hat Sergej Müller, der allseits bekannte Entwickler vieler beliebter WordPress-Plugins sein neuestes Werk veröffentlicht: Statify, ein Statistik-Plugin, das den neuen gesetzlichen Bestimmungen des Datenschutzes entspricht.

Und es kommt zur rechten Zeit, jetzt wo die Verwendung von WP-Stats in Deutschland böse Folgen nach sich ziehen kann.

statify-wordpress-stats

WP-Stats, Sie sind draußen

Das von vielen Bloggern gerne genutzte WP-Stats wurde ja leider klammheimlich vom Entwickler so erweitert, dass es in Deutschland so nicht mehr eingesetzt werden darf. Ohne Rückfrage und Bekanntmachung werden nun die ganzen IPs schamlos einem Drittanbieter übermittelt. Ein Ausschalten dieser Option ist nicht vorgesehen.

Willkommen Statify

Das schöne an Statify, es benötigt weder Cookies, noch Javaskript und es haut einem die Datenbank nicht zu.

Wer auf eine langfristige Speicherung der Statistik hofft, wird aber enttäuscht sein, das Plugin speichert bis maximal 30 Tage ab. Ein Tribut an die Schonung der Datenbank-Ressourcen.

Ich wünschte mir allerdings die Möglichkeit, die Daten automatisiert als CSV-Datei zu exportieren. Vielleicht kommt das ja noch. Schließlich ist es erst die Version 0.4.

Verzichten muss man auch auf die sonstigen Informationen, wie Browsername, Bildschirm-Auflösung, IP (das eigentliche Übel) und was die sonstigen High-End Tools wie Piwik oder Google-Analytics so anbieten.

Es hat auch keine Einschränkung wie z.B. bloggerei.de, das wiederkehrende und gleiche Besucher innerhalb von 6 Stunden als einen zählt. Dafür wiederum, werden eingeloggte Nutzer nicht mitgezählt.

Extrem einfach ist auch die Installation. Installieren wie gehabt und loslegen :) Bei Bedarf kann man noch am Plugin selber einstellen, welcher Zeitraum gespeichert werden soll und wie viele Listeneinträge dargestellt werden sollen.

statify-wordpress-stats-optionsDie Anzeige der Statistik erfolgt direkt im Dashboard, ist leicht und schonend und funktioniert sofort.

Lauffähig ist Statify ab WordPress 3.0, PHP 5.x und MySQL 5.x.

Fazit

Meine Empfehlung lautet: WP-Stats raus und Statify rein. Dazu noch Piwik auf dem Server und WP-Piwik als Plugin installiert und ihr habt alles was ihr braucht.

Wer Google-Analytics einsetzt, der sollte die Erfassung der Besucher-IPs unterbinden. Ich benutze dazu das Plugin Google Analytics for WordPress. Dort gibt es unter Advanced Settings die Option Anonymize IP’s. Unbedingt setzen!

2 Kommentare

  1. Das klingt nach einer schlanken und „sicheren“ Alternative – allerdings mache ich mir bezüglich der anderen Statistik-Programme keine Sorgen.

    Der ganze Datenschutz-Wahn wird unweigerlich scheitern, weil unsere Demokratie (die längst zu einer Technokratie geworden ist) das Internet als Medium dringend benötigt.

    Daher ist es zwar nett, dass so viele Alternativen wie Pilze aus dem Boden schießen, einen langfristigen Sinn dahinter sehe ich nicht. Welches Plugin könnte Google Analytics schon die Stirn bieten?

  2. Statify ist auf keinen Fall die Eierlegende-Wollmich-Sau, sondern nur eine leichte aber sichere Ergänzung zu anderen schweren und nicht immer Datenschutzkomformen Lösungen. vornehmlich das beliebte Wordstats.
    Google Analytics kann man ja entsprechend einstellen, dass es ok ist.

    Das Problem sind ja vor allem die ganzen arbeitslosen Juristen, die nichts anderes zu tun haben, als den ganzen lieben Tag zu surfen und zu schauen wen sie abmahnen können.
    Datenschutz an sich ist ja eine gute und wichtige Sache, wobei sich die Bundesregierung sich ja selber nicht an ihre eigenen hohen Ansprüche hält, da hast du recht. Tausche Freiheit gegen Sicherheit, Sicherheit durch Kontrolle. Es liegt an uns das zu beeinflussen.

    GA läuft bei mir auch, aber in der sicheren Einstellung. Piwik ist auch gut, aber eine Last für Server und Datenbank.