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Macht uns Leitungswasser krank?

Was treibt so viele Menschen dazu im allwöchentlichen Ritual Wasserkasten um Wasserkasten nach Hause zu schleppen anstatt einfach das kühle, gesunde Nass aus der Leitung – auch genannt Kranwasser – zu trinken?

Warum geben weltweit Menschen viel Geld aus, für etwas, das sie für einen Bruchteil der Kosten haben könnten?

Macht uns Leitungswasser krank?

Wie oft habe ich damals für meine Großmutter (Gott habe sie selig!) kistenweise die schweren Kästen mit Glasflaschen in den Keller getragen? Bestes Markenwasser, hübsch teuer, sogar mit Bürp-Effekt. Später durfte es auch die gleiche Marke aus PET-Flaschen sein, welch eine Erleichterung.

Vor kurzem kam eine Kindersendung (ich wurde gezwungen mir die anzuschauen! Kinder sind alle Diktatoren!), ich glaube es war Wissen macht Ah! da hat der Moderator es doch tatsächlich gewagt einen Hersteller – ich glaube genauer wäre Abfüller – zu fragen, worin der Mehrwert im Vergleich zu normalen Leitungswasser bestehen würde, tja, was meint ihr, wie die Antwort lautete 😉

In einem anderen Bericht – diesmal für Erwachsene – wurde geschildert was tatsächlich mit den Unmengen an eigentlich recyclebaren Plastikflaschen geschieht: verbrannt, verschifft in die dritte Welt oder als Flaschenpost auf den Meeren als gigantisches Umweltmonster. Ja super!


Verstehen kann ich das ganze eigentlich nur aus zwei Gründen:

  1. Entweder als Erinnerung an längst vergangene Babytage, als man noch aus der Flasche gefüttert wurde, also aus psychologischen Gründen
  2. Oder aus gesundheitlichen Gründen, weil z.B. nachweisbar das Wasser aus der Leitung mehr Krankheitskeime als eine Pfütze in den afrikanischen Slums enthält.


Und was ist eigentlich dieses Spielchen mit dem Sprudel im Wasser? Muss man unbedingt den Rinderherden in Bezug auf CO2-Ausstoß und Erderwärmung Konkurrenz machen?

In dem Video ‚The story of Bottled Water‚ erklärt Annie Leonard ganz wunderbar was es wirklich auf sich hat mit Wasser aus Flaschen und wer der eigentliche und einzige Nutznießer dessen ist.

Viel Spaß.

7 Kommentare

  1. Ich trinke nun schon seit Jahren nur noch Leitungswasser (Kranwasser). Zum einen, weil ich nicht unnötig Kisten schleppen will, zum anderen, weil es einfach und bequem ist und jederzeit vorhanden. Hinzu kommt ja noch, dass es stärker kontrolliert wird, als das Trinkwasser aus dem Supermarkt. Hier an meinem Wohnort soll das Leitungswasser wohl auch mit das beste in Deutschland sein, was die Qualität angeht. Man muss halt nur darauf achten, dass man keine uralten Bleirohre in den eigenen Leitungen hat, falls man in einem Altbau wohnt 😉

  2. Schon ein „Meisterstück“, Wasser aus Plastikflaschen als unabdingbares „Lebensmittel“ zu etablieren

  3. Mensch menno, da bin ich mal kurz übers verlängerte Wochenende im teuren Roaming-Ausland und zu geizig um online zu gehen und schon trudeln hier massenweise Kommentare ein, cool :)

    Ich habe auch noch nie einen verstehen können, der sich sogar komplett verweigert, wenn er nicht sein Wasser aus der Flasche kriegt. Merkwürdige Welt in der wir leben…

    Für mich gibt es nichts leckereres als frisch gezapftes Kranwasser.

  4. Also bei mir zu Hause ist das Wasser derart hart und kalkig, dass es schmeckt, wie aus der Pfütze vor einem Neubau. Insofern gebe ich lieber etwas Geld aus, dass ich dann für das Fitnessstudio spare 😀

  5. Das kann ich sogar sehr gut nachvollziehen. Das Leitungswasser aus Brüssel ist auch so verkalkt, dass der Spruch: “Bist du verkalkt oder was?“ eine ganz andere Bedeutung erhält 😉

    Hier in Bonn ist das Leitungswasser, dank eines Stausees, super weich und lecker. In Köln hingegen staubig hart…

    Aber sollten nicht eigentlich die meisten Häuser eh einen Entkalker im Keller haben?

  6. Hach, Kranheimer!
    Ich finde diese völlig unterschiedlichen Geschmäcker faszinierend, „kalkig“ schmecke ich auch eher.. „lieblich“ (eigensinnige Geschmacksnerven olé 😉 )
    und Leitungswasser aus einem Glas trinken ist noch mal eine ganz andere Hausnummer als Wasser (markenabhängig in meinen Augen) aus Plastikflaschen.. bäh.

    Achja, das was Sascha sagte ist auch noch so ein Punkt.. die ständigen Kontrollen sind mir auch irgendwie lieber anstatt „geprüft und für toll befunden im Jahre 2002“ oder so ähnlich.. :-/

  7. Im letzten Urlaub – Bayern-Oberwössen – (sehr zu empfehlen mit Kindern 😉 ) haben wir sogar frischstes Bergwasser getrunken, frisch am Felsen herunter und ab die Kehle runter . Selten so ein leckeres Wasser getrunken, frisch und voll im Geschmack. Ein Bordeaux unter den Wässern quasi.

    Nein, da kann nun wirklich kein abgestandenes Flaschenwasser mithalten. Und es gibt tatsächlich eine Masse an Leuten, die kaufen sich Woche für Woche so eine Brühe aus dünnwandigen Plastikflaschen beim Discounter um die Ecke für 0,19€. Brrrrr.

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