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Tutorial: Installation von Linux Mint unter VMware und VirtualBox


Logo_Linux_MintWas jetzt folgt, ist eine kurzes Tutorial darüber, wie ich unter Windows 7/64 mit Hilfe von VirtualBox und dem VMware-Player Linux Mint in einer virtuellen Umgebung installiert habe.

Warum die Mühe mit Linux?

Das ganze ist für mich nur der erste Schritt, denn am Ende der Odyssee möchte ich ein sauberes Linux Mint haben, mit dem ich in der Lage sein möchte, sowohl ein Großteil der anfallenden Aufgaben als Blogger und Comiczeichner erledigen zu können.

Aber auch das ist nur ein Schritt, denn – einige wissen ja bereits, dass ich mich in einer Fortbildung zum staatl. gepr. Informatiker befinde – für das Abschlussprojekt möchte ich unter Linux eine App für Android-Phones entwickeln.

Warum unter Linux Mint und nicht unter Windows? Ehrlich gesagt, wird mein Windows-System immer so schnell mit zig Anwendungen und Treibern zugemüllt, dass es immer langsamer hochfährt, langsamer so weit ist, dass ich endlich loslegen kann und auch insgesamt träger wird. Darauf habe ich keine Lust mehr.

Daher soll mein Basis-System ein leichtes Windows sein und alles was ich auslagern kann, wird eiskalt in einer virtuellen Maschine ausgelagert.

Warum nicht komplett Linux?

Diese Frage ist super einfach zu beantworten. Erstens bin ich kein Linux Nerd, dem sein zweites zu Hause das Terminal ist, zweitens habe ich einfach noch zu viele Anwendungen, die es nur für Windows gibt und drittens ist Linux einfach ein super leichtes System, das wenig Ressourcen braucht und schnell mal eben installiert ist. Perfekt für den Einsatz in VM’s.

Jedes System hat halt seine Stärken und seinen Einsatzbereich.

Warum Linux Mint und nicht Ubuntu, Debian, Fedora, Suse…?

Das hat zwei Gründe: Erstens benutzt der fantastische Künstler David Revoy Linux Mint mit seinem Lieblings-Zeichenprogramm myPaint und zweitens gilt Linux Mint als einfaches, stabiles und direkt zu nutzendes Linux. Es basiert auf Ubuntu, das auf Debian basiert.

Welche Version von Linux Mint, 11 oder 10?

Alle meine anfänglichen Versuche habe ich mit Linux Mint 11 (Katya) durchgeführt. Im Grunde genommen, lief auch auch alles wunderbar, außer, dass es nicht möglich war, nach einem Reboot wieder in das Desktop zu gelangen. Immer musste ich den Boot-Vorgang mit F8 unterbrechen und dann die Anzeigen-Konfiguration aufrufen um zum Desktop zu gelangen. Unheimlich nervig das ganze.

Das Problem ist wohl bekannt, bei Ubuntu 11.x habe ich das gleiche Problem, aber ich habe selbst nach langer Suche keine Lösung dafür gefunden. Viele User mit dem gleichen Problem sind dann wieder nach Linux Mint 10 (Julia) umgeschwenkt.

Das läuft ja auch ganz wunderbar.

Welche Virtualsierungs-Software?

Es gibt da zwei gängige Möglichkeiten. Entweder VirtualBox von jetzt Oracle oder VMware mit dem kostenlosen VMware-Player.
Ich habe beide drauf, beide sind gut. VirtualBox hat den Vorteil, dass man Klone der VM anfertigen kann. VMware erscheint mir eine bessere Hardwarekompatibilität zu bieten.Probiert es halt aus.

Installation von Linux Mint

Eigentlich ist dieser Part ziemlich selbsterklärend und einfach.
Als erstes installiert Ihr Euch VirtualBox oder den VMWare-Player (Link steht oben), dann ladet Ihr Euch die entsprechende Iso (also das DVD-Image) der gewünschten Distribution (Iso für Linux Mint 11 oder Iso für Linux Mint 10) und bindet sie ein. Nehmt am besten die DVD in der 32bit Version.

Installation mit VirtualBox

Erstellt Euch eine neue VM, wobei Ihr als Betriebssystem Linux und Ubuntu wählt, Speicher und Festplattengröße nach belieben (Linux braucht nicht, ich habe 1024MB Ram und 30GB dynamische HD gewählt).
Dann wählt Ihr die neue VM aus und geht auf Ändern. Dort unter Massenspeicher könnt Ihr die zuvor herunter geladene Iso dem IDE-Controller zuweisen. Dann starten die neue VM und Linux Mint wird von der Iso beootet.
Wenn Linux Mint fertig und erfolgreich gebootet worden ist, ist auf dem Desktop ein CD-Symbol mit Install Linux Mint zu sehen. Doppelklicken und Anweisungen folgen. Das ganze dauert schon mal ein wenig, also Zeit für einen Kaffee 😉

Ganz am Ende kommt die Meldung das System neu zu starten.

Bequemer mit der VirtualBox Gasterweiterung

Um das neue Linux Mint vernünftig bedienen zu können, bezogen auf Schnelligkeit, Bildschirmauflösung und Integration mit Windows, solltet Ihr unbedingt die Guest Additions bzw. die Gasterweiterungen installieren.

Dazu in der Menüleiste der VM unter Geräte den Menüpunkt Gasterweiterungen installieren aufrufen und alles was jetzt kommt bestätigen.

Wenn alle Erweiterungen installiert worden sind, gilt auch hier, das System neu zu booten.

So weit so gut, nur dass es die Zwischenablage bei mir leider nicht unter der VirtualBox fuktioniert, wohl aber mit VMware. Daher geht es direkt weiter mit dem Tutorial…

Installation mit VMware

Die anfänglichen Schritte sind ziemlich identisch wie bei VirtualBox, also erzeugen einer neuen VM, Iso verbinden, Linux Mint installieren etc.. Ich denke, es bedarf da keiner Schritt für Schritt Anleitung. Schaut Euch die einzelnen Menüpunkte an und es dürfte alles klar sein.

Interessanter wird hingegen die Installation der VMware Tools.

Bequemer mit den VMware Tools

Unter dem Menüpunkt VM in der oberen Leiste der VM gibt es den Befehl Install VMware Tools. Macht das mal.

Normalerweise dürfte jetzt eine neue Iso mit den VMware Tools eingebunden worden sein und direkt auf dem Desktop erscheinen. Sollte das nicht der Fall sein, dann hilft ein Neubooten.
Darin enthalten ist die Datei VMWare-Tools tar.gz. Mit einem Rechte-Maus-Klick entpackt Ihr diese Datei (entweder auf dem Desktop oder unter Downloads).
Klickt Euch zu diesem entpackten Verzeichnis .\Downloads\vmware-tools-distrib.
Öffnet nun ein Terminal-Fenster indem Ihr wiederum die Rechte-Maus-Taste und den Menüpunkt Open in Terminal auswählt.
Dort tippt Ihr dann folgendes ein:

sudo ./vmware-install.pl

Ihr braucht keine Sorge zu haben, dass Ihr alle Frage einzeln durchlesen und sonst was angeben müsst. Übernimmt die Voreinstellungen wie sie sind und gut ist.

Am Ende dieser Prozedur könnt Ihr das Terminal-Fenster schließen.
Damit die VMware Tools auch bei jedem Start ausgeführt werden, müsst Ihr sie entsprechend konfigurieren.
Klickt links unten auf Menü (Start bei Windows) und in der zeile Suchen bzw. Search tippt startup. Aus der Liste wählt Startup Applications. Dann auf Add. Gebt einen sinnvollen Titel ein, sucht in dem Verzeichnis unter /usr/bin/ nach vmware.toolbox und bestätigt.
Nach einem Neustart stehen die VMware Tools dann zur Verfügung.

Viel Spaß und geizt nicht mit Kritik, Anregungen und Ergänzungen.

Im Zuge der Abschlussarbeit, werden sicherlich noch mehr Tutorials zu Linux Mint und der Entwicklung von Android-Applikationen unter dieser Plattform erscheinen.

2 Kommentare

  1. Deine Tutorials sind immer klasse prima, eben gut geschrieben.
    Schön, das dann (wohl zwangsläufig) noch mehr folgen werden. Welcher Zeitraum ist denn für Dein Abschlussprojekt vorgesehen?

  2. Guten Tag,

    ich bin vor kurzer Zeit auf Linux Mint 13 umgestiegen.
    Anm.: Habe Windows Vista noch zusätzlich laufen.

    Bei aller Begeisterung für Linux überhaupt, bin ich nun an meine Grenzen gestoßen und benötige irgendwie Ihre Hilfe!

    Wie installiere ich freetuxtv? Oder anders und zusätzlich gefragt, wie installiere ich Linux Zusatz-Programme, die ich z.b. von der Web-Seite Chip downloade.

    Wenn Sie mir helfen könnten wäre ich Ihnen sehr dankbar!

    Anm.: Ich bin ambitioniert, aber bei Leibe kein EDV-Profi.

    Mit freundlichen Grüßen

    Detlef Schneider

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