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Ubuntu und Mint: No Screens found

smolli-mintEin oft beobachtetes Problem, sowohl bei Ubuntu als auch bei Linux-Mint Nutzern ist die Fehlermeldung: „No Screens found“ und man hängt im Terminal fest, weil X Window mit der GUI nicht starten mag.

Mich hat es nun auch erwischt, Gott sei Dank aber nur in der VM unter VMware. Ob jetzt VMware, VirtualBox oder komplett als Hauptsystem spielt keine Rolle, außer, dass man sich in einer VM nichts zerschießen kann :)

Nach langem Suchen habe ich letztendlich die Lösung gefunden.

Das Problem ist, dass der korrekte Video-Treiber nicht gefunden wird.

Witzigerweise kann das Problem ganz plötzlich und wie aus dem Nichts heraus auftauchen.

Ein manueller Aufruf von X Window mit dem Befehl startx im Terminal scheitert ebenfalls.

Die Lösung für „No Screens found“:

Bevor es los geht, zeige ich kurz wie man sich den Inhalt von Ordnern anzeigen lassen kann:

ls /etc/X11/

Und wie man eine Text-Datei editieren kann:

sudo nano /etc/X11/xorg.conf

Sollte die Datei nicht vorhanden sein, wird sie direkt erzeugt.
Mit ‚STRG+X‚ kommt man ohne Veränderungen wieder raus und mit ‚STRG+O‚ wird die Datei beschrieben.

Terminal-nano-editor

Informationen über die Grafikkarte und der Treiber:

Um eine kurze Info über die Grafikkarte zu erhalten tippt im Terminal ein:

lspci | grep VGA

Terminal-lspci

Noch viel genauere Informationen erhaltet Ihr mit:

sudo lshw -C video

Terminal-lshw

Die Datei xorg.conf bzw. xorg.conf.de:

In neueren Linux-Distributionen gibt es unter ‚/usr/share/X11/xorg.conf.d‘ zahlreiche Dateien, welche die Konfigurationseinstellungen für die Ein- und Ausgabe der einzelnen Geräte beschreibt.
In Ubuntu 10 und Mint 10 stehen diese Informationen in der Datei ‚xorg.conf‘ im Verzeichnis ‚/etc/X11/‘.

Bei mir bestand diese Datei aus einem Zweizeiler ohne Konfigurationsdaten für die Grafik.
Um eine Interims-Konfigurationsdatei zu erzeugen tippt man im Terminal folgendes ein:

sudo X -configure

Es folgt eine lange Liste und am Ende müsste der Pfad zu der neu erzeugten Datei ‚xorg.conf.new‚ stehen. Bei mir wurde diese Datei direkt im User-Verzeichnis abgelegt.

Diese neu erzeugte Konfigurationsdatei wird jetzt in einem Zug umbenannt und an der richtigen Stelle im Verzeichnis ‚/etc/X11/‚ kopiert und überschreibt dabei die alte Datei. Wenn Ihr wollt (wahrscheinlich wäre es sogar besser) fertigt vorher eine Sicherungskopie an.

Eine Sicherungskopie wird erstellt mit:

sudo cp /etc/X11/xorg.conf /etc/X11/xorg.conf.old

Und kopiert wird die neu erstellte Konfigurationsdatei (in Abhängigkeit davon, wo sie erzeugt worden ist!) so:

sudo cp /USERVERZEICHNIS/xorg.conf.new /etc/X11/xorg.conf

Ersetzt bitte USERVERZEICHNIS mit dem korrekten Pfad.

Prüft nochmal nach, ob die Konfigurationsdatei auch tatsächlich an der richtigen Stelle liegt – Ihr wisst ja jetzt wie 😉 – und bootet neu.

Viel Glück!

Für weitere Informationen und Hilfen kann ich Euch nur wärmstens die ausgezeichnete Ubuntu-Hilfeseite empfehlen!

2 Kommentare

  1. Super, das hat funktioniert!
    Vielen Dnak!
    :-)))

  2. Freut mich geholfen haben zu können.

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