Beiträge getaggt mit Zeitdokumente
Die gute alte Zeit bis au Backe – alte Werbung ohne viel Moral
26. Nov
Uh! ist das heftigst. Werbung, wie sie heute wohl nicht mehr ohne Aufstand gezeigt werden dürfte. Obwohl… diese Werbung hat ja auch was gutes, wenn Frauen heute meckern sollten, wie schwer sie es haben, dann zack, die alten Plakate gezeigt und der kleine Hinweis, wie gut sie es doch heute haben
( Kann sein, dass ich dafür heute auf der Couch schlafen muss
)
Diesen Link-Tip habe ich übrigens heute auf der Blogseite SelbstständigImNetz von Peer Wandiger gefunden. Auch eine sehr schöne Seite, dich ich regelmäßig Besuche.
Los Angeles Times und lokale Artikel von damals
15. Nov
Auf der Suche nach mehr Informationen über Milton Caniff (das war 1930 und danach DER Comicstrip-Zeichner überhaupt) kam ich auf die Website der Los Angeles Times, dem Lokalteil genauer gesagt.
Und wie wunderbar, was ich dort fand: alte eingescannte Zeitungsberichte aus der Zeit zwischen 1908 und aufwärts.
Ich liebe ja alte Berichte und alte Fotos aus den längst vergangenen Tagen, da sie mehr über Geschichte und den Menschen damals erzählen, als es jedes Geschichtsbuch kann.
Ach ja und von Milton Caniff war auf Seite 2 auch ein Comicstrip enthalten
In beinahe jedem Foto #7
18. Okt
In beinahe jedem Foto #7 erzählt die Geschichte einer damals 16-Jährigen Holländerin, die Jahr für Jahr bei einer Kirmes-Schießbude ins schwarze trifft und so automatisch ein Foto von sich schießt. Von 1936 bis 2009, unterbrochen nur durch den 2. Weltkrieg, sehen wir sie meist in der gleichen Schußpose, allmählich alternd, aber immer noch schussfest.
Hat mich irgendwie melancholisch gemacht…
1945-erschreckend, schön, bedrückend, japanische Film-Aufnahmen von Maschinengewehr-Kamera aus
27. Sep
Eine bedrückende Ästhetik hat dieses japanische Filmmaterial, das aus dem Kamerablickwinkel der Flugzeug-Maschinengewehre, die Abschüsse in Luftkämpfen zeigt. Die merkwürdige musikalische Untermalung verstärkt diesen Eindruck. Irgendwie surreal.
Unendliche Möglichkeiten der Inspiration mit Commons
20. Sep
Ich, der um Flickr bisher einen großen Bogen gemacht hat und nun zwecks Archivierung meiner unendlichen digitalen Schnappschüsse eine Clouding-Plattform gesucht hat, wurde fündig.
Ob Flickr nun die Heimat meiner überbordenden Fotos sein wird, kann ich noch nicht sagen, aber auf dem Wege des herausfindens habe ich einen wertvollen Schatz entdeckt! Es handelt sich um nicht weniger, als das weltweit größte Fotoarchiv, von den Anfängen der Fotografie bis in unserer Gegenwart reichend.
Wer also jemals unter einem kreativen Blackout leiden sollte, hier ist der Ort um seiner Muse einen Klapps zu versetzen.
Und das schönste kommt noch, das gesamt Bildmaterial muss zwingend frei von Urheberrechtsbeschränkungen sein.
Na, wenn das nicht cool ist
Fortepan zeigt Fotos von Menschen, Objekten und Orten in den Jahren 1900 bis 1990
10. Sep
FORTEPAN ist eine Sammlung von 4973 Amateur-Fotos aus der Zeit zwischen 1900 und 1990.
Die Fotos können sowohl im Browser angeschaut werden, als auch heruntergeladen werden.
Durch verschieben des Rahmens im unteren Seitenbereich wird eine Dia-Show gestartet, beginnend mit einem beliebigen Jahr aus dem vergangenen Jahrhundert.
Alternativ könnt ihr auf den Pfeilen im oberen, rechten Seitenbereich klicken und euch so die Bilder einzeln anschauen.
Da FORTEPAN vorhat diese Sammlung zu erweitern sind Privat- oder Amateur-Fotos aus der Vergangenheit willkommen.
Diese Fotos können ohne Restriktionen veröffentlicht werden, zu welchem Zweck auch immer, solange sie mit FORTEPAN gekennzeichnet sind.
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FORTEPAN ist ein Archiv, das nicht einmal existiert. Es hat seinen Namen von dem Forte Betrieb in Vác, Ungarn: Forte war der am weitesten verbreitete und populärste Negativfilm nach dem zweiten Weltkrieg. Die Sammlung hat einen Namen aber keine Büroräume, kein Bankkonto und keine Mitarbeiter. Es ist nicht bekannt, ob FORTEPAN 30.000 oder 40.000 Fotos beinhaltet, da sie nie gezählt worden sind. Es ist unwichtig. Vor 20 Jahren wurde angefangen Fotos zu sammeln, ohne Konzept, hypnotisiert und fasziniert von dem Detailreichtum in den Bildern.
Als ob versucht worden wäre Ausdrücke ihrer nicht existenten Vergangenheit zu sammeln.
Der wichtigste Sammelbereich – im wörtlichen Sinne gemeint – war der Hausmüll, der zur Entsorgung auf den Straßen von Budapest abgestellt worden ist. Sie mussten sicherlich mehrere (tausende?) Kilometer gelaufen sein, auf der Suche nach Negativen, Leica, 6×6, Planfilme, Glas-Negative, Abzüge, alles. Manchmal mussten die Fotos auch gekauft werden. Im Laufe der Zeit bildete sich ein Strom regelmässiger Zulieferer.
Genau genommen haben sie die meisten der Fotos nie gesehen. Sie hatten nicht die finanziellen Mittel für großformatigere Abzüge und verspürten keinen großen Drang die Negative einzuscannnen; sie blätterten durch die Papp-, Aluminium-, Blech- und Plastikschachteln voller Bilder vor und zurück .
Im Sommer 2009 jedoch, entschieden sie, etwas an diesem Zustand zu ändern. Warum? Wenn jemand das vergangene Jahrhundert erforschen, eine Geschichte, einen Artikel oder dergleichen illustrieren möchte, muss diese Person immer Fotos aus der Presse, der Werbung oder Künstlerfotos verwenden.
Das Erbe von zahllosen Amateur-Fotografen ist praktisch unbekannt. So als wären niemals Millionen Fotos von der Familie, Freunden – manchmal dem Autor selbst mit einem Stativ und einem Spiegel, geschossen worden. Manchmal als Silhouette mit einem Hut auf dem Kopf, auf einer Bank vor einem Graben, mit der Sonne im Rücken.
Als wenn nur öffentliche Veranstaltungen des 20. Jahrhunderts stattgefunden hätten: Einweihungen, Unterzeichnungen, Verkäufe, Betrügereien, Verhaftungen, Begrüßungen oder Begräbnisse. In FORTEPAN werden solcherart Fotos nicht vorkommen.
Es ist sehr wenig über die veröffentlichten Fotos bekannt: meistens sind sowohl Zeit, Ort, der Fotograf oder die Menschen auf den Bildern unbekannt. Auf der Rückseite einiger Abzüge stehen Informationen wie "in einem historische Fußballspiel, gewann der der Drittligist gegen den Viertligisten, Treffer von Lindner, Imreh und Budai", oder einige persönliche Notizen, ein Datum vielleicht.
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(Anmerkung: Ich habe mir die Mühe gemacht, den obigen Text der Fortepan-Hauptseite so getreu wie möglich aus dem englischen ins deutsche zu übersetzen. Meiner Meinung nach, sind diese Informationen einfach zu spannend um einfach überlesen zu werden, weil einem vielleicht die entsprechenden Englisch-Kenntnisse fehlen.)






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